O2 Online
O2 Firmengeschichte auf einen Blick
O2 Germany ist aus der deutschen VIAG Interkom hervorgegangen. "O2" steht für mehrere europäische Gesellschaften, die sich unter dem Dach von Telefónica O2 Europe plc zusammengeschlossen haben. Die Marke O2 verkörpert eine Welt, die dem Kunden Möglichkeiten eröffnet und in der er sich zu Hause fühlt. Optische wie inhaltliche Unverwechselbarkeit sowie eine klare Abgrenzung gegenüber dem Wettbewerb haben:
Chronik
- 05/1995 Gründung der VIAG Interkom (als Joint-Venture von VIAG AG und British Telecommunications, später beteiligt sich noch Telenor)
- 05/1997 Erhalt der 4. Deutschen Mobilfunklizenzurkunde (E2)
- 10/1998 Start Mobilfunk- und Internet-Services, Calling Card
- 07/1999 Start des ersten Telekommunikationsprodukts (Genion), das Festnetz und Mobilfunk integriert
- 08/1999 flächendeckendes Telefonieren durch D1-Roaming
- 08/2000 Erhalt der UMTS-Lizenz
- 01/2001 bundesweiter GPRS-Start als 1. deutscher Netzbetreiber
- 02/2001 British Telecommunications wird alleiniger Shareholder von VIAG Interkom (100%)
- 03/2001 Trennung der Gesellschaft in VIAG Interkom (Mobilfunk) und BT Ignite (Festnetz)
- 09/2001 Umfirmierung der Holdinggesellschaft BT Wireless in mmO2
- 11/2001 Börsengang von mmO2 plc in London und New York, komplette Abspaltung aus dem BT Konzern
- 05/2002 VIAG Interkom wird zu O2 Germany
- 09/2002 EBITDA positiv
- 12/2003 25% Pop Coverage, d.h. die Lizenzbedingung der Regulierungsbehörde, 25% der Bevölkerung mit UMTS zu versorgen, wurde erfüllt
- 03/2004 O2 erhält den Bayerischen Qualitätspreis 2004
- 05/2004 Launch des ersten UMTS-Produktes: Die Laptop Card UMTS/GPRS Launch des ersten UMTS-Produktes: Die Laptop Card UMTS/GPRS für Business-Kunden, kurz darauf auch für Privatkunden
- 07/2004 Fünf Jahre O2 Genion
- 08/2004 Fünf Jahre O2 LOOP
- 11/2004 knapp 7 Millionen Kunden
- 12/2004 O2 eröffnet den ersten Flagship Store am Münchner Marienplatz
- 03/2005 Umfirmierung der Holdinggesellschaft mmO2 plc in O2 plc
- 01/2005 9 Millionen Kunden bei O2 Germany
- 02/2006 Übernahme der Holdinggesellschaft O2 plc durch den Konzern Telefónica S.A.
- 03/2006 10 Millionen Kunden bei O2 Germany
- 03/2006 Umfirmierung der Holdinggesellschaft "O2 plc" in "O2 Gruppe" und delisting der O2 plc Aktien
- 10/2006 Launch von O2 DSL
- 11/2006 Launch O2 Genion S/M/L , Launch O2 Business Flat für Geschäftskunden, Launch O2 Business DSL
- 12/2006 Start HSDPA in sechs deutschen Städten
- 01/2007 Umfirmierung der Holdinggesellschaft "O2 plc" in "Telefónica O2 Europe plc"
- 05/2007 O2 feiert seinen fünften Geburtstag
DSL Geschichte
Ursprünglich wurde unter dem Begriff Digital Subscriber Line die Übertragungstechnik für den Basisanschluss von ISDN verstanden, das heißt das Echokompensationsverfahren. Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre wurden digitale Signalprozessoren mit sehr hoher Rechenleistung verfügbar, welche neue, heute als DSL bekannte Verfahren, ermöglichten. Das erste DSL-Verfahren, das mit diesen Bausteinen entwickelt wurde, war HDSL. Normungsbehörden in Amerika (ANSI) und Europa (ETSI) begannen damals sofort damit, diese Technik zu standardisieren, um sie in großem Maßstab für Standleitungen einzusetzen. Es gab wichtige Randbedingungen: es sollten die bereits für Telefonie verlegten Kupfer-Doppeladern verwendet werden, es sollten in USA eine Bitrate von 1,544 Mbit/s (T1), in Europa 2,048 Mbit/s (E1) erreicht werden, es sollte eine Reichweite von 3 bis 4 km erzielt werden. HDSL wurde standardisiert und wird stellenweise bis heute für Standleitungen verwendet. HDSL wurde inzwischen weitgehend von SHDSL abgelöst, welches nur ein Aderpaar (eine Doppelader) benötigt und weniger Strom verbraucht, aber nicht an die Reichweite von HDSL (mit Signalregeneratoren) heranreicht. In den 1990er Jahren wurden eine Reihe weiterer DSL-Verfahren entwickelt. ADSL war, nach HDSL, das erste dieser neu zur Verfügung stehenden Verfahren. Als der Internet-Verkehr so hohe Wachstumsraten aufzuweisen begann, dass der Ausbau der Netze kaum mehr mit dem wachsenden Bedarf an Bandbreite Schritt halten konnte, sollten nicht nur die Backbones ausgebaut werden, sondern auch den Benutzern höhere Übertragungsgeschwindigkeiten geboten werden. Das inzwischen verfügbare ADSL wurde als Technik für den Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet ausgewählt und weltweit von vielen Netzbetreibern im Telefonnetz zugelassen. In Deutschland wurde die Bezeichnung DSL zunächst als Synonym für einen breitbandigen Internetzugang über ADSL bekannt, so dass inzwischen auch andere breitbandige Internetzugänge (zum Beispiel über Satellit) als »DSL« vermarktet werden. Die DSL-Techniken wurden jedoch auch für andere Anwendungen als den Internetzugang konzipiert. Ursprünglich verwendet für Standleitungen, die keine hohe Stückzahl haben, waren Internetzugänge die erste Massenanwendung. Besonders Video-Anwendungen sollen künftig über fortgeschrittene DSL-Techniken mit hoher Datenübertragungsrate neue Märkte erschließen. Seit Ende 2005 neu auf dem Markt ist ADSL2+. Bei diesem Standard werden derzeit 16 Mbit/s angeboten (Stand März 2006), möglich sind jedoch bis zu 50 Mbit/s.
DSL-Grundprinzip
Der grundlegende strukturelle Unterschied zwischen DSL- und herkömmlichen Datenverbindungen über analoge Telefonanschlüsse (POTS) oder ISDN besteht darin, dass die eigentliche DSL-Verbindung nicht zwischen zwei Teilnehmern (Endpunkten), sondern nur auf der letzten Meile zwischen Teilnehmer und Vermittlungsstelle aufgebaut wird. Vom DSL-Modem des Kunden kommend wird das analoge DSL-Signal in der Vermittlungsstelle in einem DSL-Multiplexer (DSLAM) demoduliert, digitalisiert und über einen breitbandigen Backbone von der Vermittlungsstelle über einen Konzentrator (DSL-AC, BB-PoP) zum Provider übertragen. Durch die im Vergleich zu einem Kanal im Telefonnetz sehr hohe Übertragungskapazität der Backbone-Anbindung kann die Übertragungskapazität der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) besser ausgenutzt werden als bei analoger oder ISDN-Datenübertragung. Dies geschieht durch verbesserte Modulationsverfahren und die Nutzung einer größeren Bandbreite.
DSL-Anwendungen
Während ISDN in erster Linie für die Telefonie mit zwei Amtsleitungen genutzt wird, ist ADSL die erste Technologie, die Netzbetreiber für den schnellen Internet-Zugang von Privatkunden installiert haben. SDSL ist für beide Bereiche geeignet und kommt hauptsächlich für Geschäftskunden zum Einsatz. ISDN hat somit im Privatkundenbereich einen Konkurrenten durch DSL erhalten. Die Tendenz geht dahin, mehrere Dienste über eine einzige Doppelader übertragen zu können - idealerweise das Triple Play aus Telefonie Internet-Zugang und.
DSL Reichweite
Es gibt einige Faktoren, die die Reichweite beziehungsweise Datenübertragungsrate der Kupferleitung beeinträchtigen. Vor allem sind Leitungslänge und Durchmesser der Kupferadern entscheidend. Die in Deutschland verlegten Kupferadern haben einen Durchmesser zwischen 0,25 bis 0,8 mm, je nach Länge der Leitung. Für lange Leitungen, das heißt Leitungen von 6 km Länge und mehr, werden die dickeren Kupferadern verwendet. Zu den Störfaktoren gehört besonders das Übersprechen. Um zu verhindern, dass durch Übersprechen benachbarte Doppeladern in einem Kabelbaum von einer DSL-Übertragung beeinträchtigt werden, werden in der Regel nicht alle Doppeladern eines Kabelbaums mit DSL-Anschlüssen beschaltet. Bei der neuen IFC-Technik (Interference Cancellation) sollen in Echtzeit Übersprechstörungen analysiert und durch gezielte Kompensationssignale ausgeglichen werden. Generell gilt: Je weiter ein Teilnehmer von der Vermittlungsstelle entfernt ist, desto niedriger ist die maximal erzielbare Datenübertragungsrate. Bedingung für die Verfügbarkeit von DSL ist eine geringe Dämpfung der Teilnehmeranschlussleitung (gemessen in dB) - je niedriger diese ist, desto höher die maximale Datenübertragungsrate. Die verschiedenen xDSL-Verfahren haben unterschiedliche Reichweiten, je nachdem ob und in welchem Umfang die unteren reichweitenstärksten und dämpfungsärmsten Frequenzbereiche der Kupferdoppelader genutzt werden: als am reichweitenstärksten erweist sich die SDSL-Technik, die als reiner Datenanschluss sämtliche Frequenzen nutzen kann. Diese Technik wird in Deutschland überregional durch QSC für Privatkunden genutzt. dahinter folgt Reach-Extended-ADSL2, welches das untere reichweitenstarke Frequenzspektrum oberhalb der POTS-Nutzung durch erhöhte Sendepegel verstärkt nutzt. Diese Norm wird beispielsweise von France Telecom seit dem Frühjahr 2006 für lange Anschlussleitungen einsetzt. Auf den Plätzen folgen schließlich die herkömmlichen ADSL/ADSL2/ADSL2+ Varianten nach ADSL-over-POTS-Norm, die den gesamten Frequenzbereich oberhalb POTS mitnutzen. Am wenigsten Reichweite weisen die in Deutschland exklusiv (also auch an Analoganschlüssen und reinen Datenanschlüssen) verwendeten ADSL/ADSL2/ADSL2+-Varianten nach der ADSL over ISDN-Norm auf, weil hier der gesamte dämpfungsarme Bereich unterhalb 138 kHz nicht durch DSL genutzt wird. Je nach Aderndurchmesser ist hier ab ca. 4 km Leitungslänge nur noch eine deutlich eingeschränkte Bandbreite verfügbar.
DSL Verbreitung
Laut dem Branchenverband VATM hatten im September 2006 14,9 Millionen Bundesbürger einen DSL-Anschluss, womit der DSL-Marktanteil am gesamten Breitbandmarkt 95,5 % beträgt. Bei 38,5 Millionen bestehenden Festnetzanschlüssen in Deutschland ist damit an etwa 40 % der Telefonanschlüsse DSL abonniert. Die Deutsche Telekom hatte Ende 2006 laut Geschäftsbericht 10,3 Millionen T-DSL-Anschlüsse geschaltet, wovon 3,2 Millionen auf T-DSL-Resale entfielen. Der Marktanteil von T-DSL-Anschlüssen am Breitband-Markt als auch am DSL-Markt lag damit bei etwa 70 %.
Deutschland im Vergleich der EU und der wichtigsten Industriestaaten (OECD) 2006
Gemessen an der der absoluten Zahl der DSL-Anschlüsse liegt Deutschland knapp vor Frankreich an der Spitze der europäischen Staaten.[1] Bezogen auf die Anzahl der DSL-Anschlüsse pro Einwohner erreicht Deutschland im Vergleich der 30 OECD-Staaten Ende 2006 Platz 10 (164 DSL-Anschlüsse je 1.000 Einwohner). Da in Deutschland alternative Breitband-Zugänge wie Kabel-Internet bisher nur einen unbedeutenden Marktanteil haben, erreicht Deutschland im technologieneutralen OECD-Ranking der Breitband-Zugänge pro Einwohner damit lediglich Platz 18 im unteren Mittelfeld. Auch in der Schweiz (Platz 5 des OECD-Rankings) und in Österreich (Platz 17) ist DSL der am häufigsten genutzte Breitbandzugang. In beiden Ländern nimmt aber auch der Breitbandzugang per Kabel-Internet eine starke Position am Markt ein, sodass auf DSL jeweils etwa zwei Drittel der Zugänge entfallen.
Welt 2007
Weltweit gibt es im Mai 2007 200 Millionen DSL-Kunden. Dies verteilt sich wie folgt: China 43 Mio., USA 27 Mio., Deutschland 15 Mio., Frankreich 14 Mio., Japan 14 Mio., UK 11 Mio, ... . Am globalen Breitbandmarkt hält DSL einen Marktanteil von 65 Prozent.
