Das neue sky
Sky - das erste Klasse Fernsehen ohne Werbeunterbrechung!
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Geschichte
Premiere wurde 1990 auf Basis des Deutschland-Geschäfts des Schweizer Paysenders Teleclub gegründet. Wegen roter Zahlen fusionierte das Unternehmen unter dem Dach der Kirch-Gruppe mit dem Konkurrenten DF1 zu Premiere World. 2002 führten extreme Verluste von Premiere World maßgeblich zur Insolvenz der KirchGruppe, eine Pleite von Premiere konnte nur knapp abgewendet werden. Das Unternehmen benannte sich in Premiere zurück und ging 2005 an die Börse. Das Jahr des Börsengangs war bisher auch das einzige, in dem der Sender Gewinne geschrieben hat (Stand: 2008). Im Laufe der Jahre hat sich Premiere immer mehr von einem Programmveranstalter zu einem Plattformbetreiber gewandelt, jedoch werden bis in die Gegenwart einige der angebotenen Programme selbst produziert.
Premiere Fernsehen
Die Premiere Fernsehen GmbH & Co. KG als Hauptgesellschaft des Konzerns hat mehrere Aufgaben. Zum einen tritt sie als Plattformbetreiber auf und hält die Kundenbeziehungen zu den Abonnenten. Zum anderen tritt sie als Veranstalter der meisten selbstproduzierten Sender des Konzerns auf. In der Geschichte des Unternehmens hat erstere Funktion deutlich zugunsten der letzten an Bedeutung zugewonnen, da ein immer größerer Teil der Sender der Plattform außerhalb produziert wird.
Premiere Österreich
Premiere Fernsehen hat wiederum einige Tochtergesellschaften, wie z. B. der Anbieterin des Bezahlfernseh-Programms für Österreich (Premiere Fernsehen GmbH (Österreich)). Premiere Österreich veranstaltet das nur in Österreich verbreitete Programm Premiere Austria und hält die Kundenbeziehungen zu den Abonnenten in Österreich.
Premiere Star
Die Premiere Star GmbH betreibt seit 2007 eine eigene Sender-Plattform innerhalb des Premiere-Programms. Über die Premiere Star GmbH sollen digitale Satellitenprogramme gemeinsam mit der Entavio AG, Betreiberin der Astra Satelliten, verkauft werden. Im Unterschied zum Premiere-Stammangebot ist Premiere Star nur über Satellit Astra zu empfangen, außerdem beansprucht Premiere für die Programme dieser Plattform keine Exklusivität in Deutschland, während die eingekauften Programme des Premiere-Stammangebots in Deutschland und Österreich größtenteils ausschließlich über Premiere zu empfangen sind.
Weitere Beteiligungen
Außerdem werden Anteile an der Premiere Service Center Schwerin GmbH gehalten, die für die Kundenbetreuung bei Premiere zuständig ist, der Premus Logistik und Service GmbH, die z. B. den Versand von notwendigen Digitalreceivern und Smartcards durchführt, sowie der Premiere Hotel Entertainment GmbH, die einen Teil des Premiere-Programms für Hotels usw. vertreibt. Dort sollen neue und bestehende Partnersender und Abo-TV-Sender vermarktet werden. Schon seit 8. Mai 2007 hat Premiere 65% der Anteile von Home of Hardware erworben.
Aktionärsstruktur
Zum 8. Februar 2007 hatte sich das Grundkapital der Premiere AG zunächst von 82 auf 98,4 Mill. Euro, die Zahl der ausgegebenen Aktien von 82 auf 98,4 Millionen Stück erhöht. Premiere hatte im Rahmen der Transaktion mit dem Bundesliga-Sender Arena 16,4 Millionen neue Aktien aus dem Kapital an Unitymedia ausgegeben. Im August 2007 trat Georg Kofler als Vorstandsvorsitzender zurück und verkaufte alle seine Aktien. Unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals hat der Vorstand am 6. September mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital von 98,4 Millionen Euro auf 112,46 Millionen Euro durch die Ausgabe von 14,06 Millionen neuen Aktien unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals gegen Bareinlage zu erhöhen. Die neuen Aktien wurden den Aktionären im Verhältnis 7:1 zu einem Bezugspreis von 12,50 Euro angeboten. Am 7. Januar 2008 gab die News Corporation bekannt, von Unitymedia 14,58 Prozent an Premiere erworben zu haben. Am 21. Februar 2008 gab die News Corporation bekannt, den Anteil an der Premiere AG auf 19,90 Prozent erhöht zu haben. Die übrigen Aktien (80,10 Prozent) sind nach den Standards der Deutschen Börse dem Streubesitz zuzurechnen.
Verschlüsselung
Das großes Problem für Premiere war lange Zeit das Verschlüsselungssystem Betacrypt, welches schon sehr lange Zeit zu umgehen war. Aus diesem Grund stellte Premiere im Herbst 2003 auf das Verschlüsselungssystem Nagravision der Firma Kudelski um. Das System Nagravision galt lange Zeit als „unknackbar“ und konnte nur mittels der sogenannten Card-Sharing-Methode umgangen werden, bei dem die benötigten Decoderschlüssel über ein tatsächlich bestehendes Abonnement aus dem Internet nachgeladen werden mussten. Seit November 2005 kann die Verschlüsselung mit einer modifizierten Smartcard umgangen werden, welche illegal erworben werden kann, oder aber per DVB-Applikation mit einem speziellen Plugin. Gegen Händler und Käufer dieser Karte gingPremiere juristisch vor. Später wurde auch die Entschlüsselung über einen Software-Emulator ermöglicht. Seit August 2008 führt Premiere wieder ein neues Verschlüsselungssystem ein. Neben einer verbesserten Version des bisherigen Systems Nagravision will Premiere künftig auch die NDS-Videoguard-Software von Rupert Murdochs News Corp. einsetzten. Für die Umstellung wird die neue Videoguard-Software von Premiere direkt auf die Receiver aufgespielt. Nach dieser Aktualisierung erhält der Abonnent eine Meldung seines Receivers mit einer Telefonnummer, unter der er bei Premiere eine neue Smartcard für das Gerät bestellen kann. Am 20. Oktober 2008 wurde die alte Nagravision Verschlüsselung auf den Premiere Star Kanälen deaktiviert, somit sind diese nur noch über NDS-Videoguard, sowie die überarbeitete Version von Nagravision zu entschlüsseln. Zuerst wurden einige Sender, wie zum Beispiel Blue Movie, auf die neue Verschlüsselung umgestellt. Die komplette Neuverschlüsselung erfolgte am Montag, 10. November 2008. Kurz darauf wurde eine Möglichkeit bekennt, mit der ein Teil des Premiere-Angebots ohne gültiges Abonnement empfangen werden konnte. Die Ausnutzung dieser Lücke erforderte jedoch einen größeren technischen Aufwand und ist inzwischen wieder beseitigt .
Fußball
Das Fußballangebot, was aktuell aus der Bundesliga, dem DFB-Pokal, der UEFA Champions League, zwei europäischen Top-Ligen und dem UEFA Cup sowie einem Spiel/Woche aus der österreichischen Bundesliga besteht, wird durch verschiedene Fußball-Kommentatoren und Moderatoren begleitet. Bekanntester Vertreter bei Premiere ist Marcel Reif, der Chefkommentator bei Premiere ist. Fritz von Thurn und Taxis; Kai Dittmann, Tom Bayer, Marcus Lindemann, Wolff-Christoph Fuss, Matthias Stach, Roland Evers und Marco Hagemann sind weitere. Zusätzlich überträgt Premiere ab der Spielzeit 2008/2009 den DFB-Pokal. Es werden alle 63 Spiele live sowie in der Konferenz gesendet. Auch findet die Auslosung der ersten Spielrunde der Saison 08/09 im Rahmen einer Premiere Übertragung statt. Der Vertrag mit dem DFB ist bis zum 30. 6. 2012 gültig.
Fußball-Bundesliga
Bereits seit 1991 übertrug Premiere einmal die Woche live ein Top-Spiel der deutschen Fußballbundesliga. Ab der Saison 2000/01 übertrug Premiere erstmals alle Spiele der Fußballbundesliga live.
Der Kampf um die Fußball-Bundesliga
Am 21. Dezember 2005 verlor Premiere die Ausschreibung für die Rechte an der Fußballbundesliga für drei Spielzeiten ab der Saison 2006/2007 an den Konkurrenten Arena, da Premiere nicht bereit war, für eine von der DFL geforderten früheren Ausstrahlung im Free-TV 250 Millionen Euro zu zahlen. Premiere bot für dieses Modell nur 15.000 Euro. An jenem Tag verlor die Premiere-Aktie über 40 Prozent ihres Wertes. Am 19. Mai 2006 kündigten Premiere und die Deutsche Telekom an, über IPTV ab der Saison 2006/2007 die Fußball-Bundesliga zu senden. 3 Millionen Zuschauer sollten den neuen Dienst empfangen können. Der Empfang der Bundesliga ist zurzeit nur über VDSL in ausgewählten Städten möglich. Durch fehlende flächendeckende Verbreitungsverträge im Kabelnetz konnte Premiere am 13. 6. 2006 bekannt geben, dass das Programm von Arena und somit die Live-Übertragungen der Fußballbundesliga in den Kabelnetzen von Kabel Deutschland zu verbreiten. Am 8. Februar 2007 ging Premiere eine umfassende Marketing- und Vertriebskooperation mit dem Konkurrenten Arena ein, die es Premiere nun gestattet, die Fußballbundesliga wieder seinen Kunden in Deutschland flächendeckend über Satellit und in dem größten Teilen des Kabelnetzes anzubieten. Dies beflügelte den Aktienkurs von Premiere wieder. Am 18. April 2007 stellte Premiere die Vermarktung von arena allerdings auf Verlangen des Kartellamtes auf unbestimmte Zeit wieder ein. Nach Abschluss der Prüfung kam das Bundeskartellamt allerdings zu der Überzeugung, diese Kooperation befristet bis zum 30. Juni 2009 tolerieren zu können, so dass der Zusammenarbeit von Premiere und Arena vorerst keine weiteren Hindernisse im Wege stehen.
UEFA Champions League
Im September 2005 erwarb das Unternehmen die Free-TV- und Bezahlfernseh-Rechte an der UEFA Champions League für 3 Jahre ab der Saison 2006/2007. Dieser Schritt sorgte für Aufsehen unter den Fußballfans, welche die zeitnahe Übertragung im freien Fernsehen gefährdet sehen.
Magazine
Zu Zeiten des früheren Premiere gab es unverschlüsselte Eigenproduktionen wie Zapping und Kalkofes Mattscheibe.
Filme
Ebenfalls zu Zeiten des früheren Premiere trat das Unternehmen auch als Co-Produzent von Fernsehfilmen auf, man kooperiert zumeist mit der ARD und mit RTL. Die Filme waren dann vor der Free-TV-Premiere zuerst bei Premiere zu sehen. Nach der Übernahme von Kirch verzichtete Premiere auf Filmproduktionen.
Premiere HDTV
Seit 2005 bietet Premiere das Paket "Premiere HDTV" an, dieses die Programme Premiere HD und Discovery HD umfasst. Diese liefern Sendungen, wie der Name schon sagt, im neuen hochauflösenden Fernsehformat. Premiere HD zeigt hauptsächlich Filme und Sportereignisse, nebenbei Serien. Der 2. Sender Discovery HD gewährt Einblicke in Amerikas Labore sowie Werkstätten. Diese neuen Dokus werden selbst gedreht.
Programme der Premiere-Plattform
Der Schwerpunkt des Premiere-Programmangebotes liegt im Film- und Sportbereich. Erweitert wird das Angebot durch Themenkanäle wie z. B. dem Discovery Channel, SciFi, 13th Street. Ebenfalls hat Premiere ein digitales Radioangebot, Premiere Music Studio. Früher veranstaltete Premiere alle Programme seiner Plattform selbstständig, heute trifft dies nur noch für einige der Programme zu, die meisten Sender werden von Drittanbietern eingekauft. Die eigenen Programme umfassen die Film- und Serienkanäle Premiere 1 bis 4, -Krimi, -Filmclassics, -Filmfest und -Nostalgie und die Premiere-Sportkanäle. Seit nun 2007 betreibt Premiere die Plattform Premiere Star. Im Gegensatz zum Premiere-Stammangebot ist Premiere Star nur über Satellit zu empfangen, außerdem beansprucht Premiere für die Programme dieser Plattform keine Exklusivität in Deutschland, während die eingekauften Programme des Premiere-Stammangebots in Deutschland und Österreich größtenteils nur über Premiere zu empfangen sind.
Premiere wird Sky
Ab Juli 2009 beginnt Premiere unter dem Namen "Sky" das neues Pay-TV-Angebot in Deutschland und Österreich. Sky löst das bestehende Premiere-Angebot ab, die Marke Premiere verschwindet. Mit 331,6 Millionen Euro steht die Marke Premiere in den Büchern des Unternehmens. Da die Marke Premiere ab dem zweiten Quartal 2009 nicht mehr verwendet wird, schreibt der Sender diesen Betrag ab. Das Unternehmen soll auch umbenannt werden und statt Premiere AG künftig Sky Deutschland AG heißen. Die Umbenennung hat keinen Einfluss auf bestehende Kundenverträge. Nichtsdestotrotz werden alle Premiere-Kunden die Möglichkeit haben, das neue Angebot ab dem Beginn von Sky im Juli 2009 zu übernehmen. Einzelheiten zu einer neuen Preis- und Angebotsstruktur sollen Anfang Juni 2009 bekanntgegeben werden. Premiere-Chef Mark Williams verspricht ein Entertainmentangebot von Weltklasseformat.
Preise und Programmstruktur
Sky Welt wird für 16,90 Euro pro Monat angeboten. Abonnenten können (müssen aber nicht) gemäß folgender Übersicht die Pakete Sky Film, Sky Sport und Sky Fußball Bundesliga hinzubuchen. Umgekehrt gibt es sie ohne das Basispaket aber nicht mehr.
- Sky Welt: 16,90 EUR/Monat + 10 EUR HD
- Sky Welt + Sky Film: 32,90 EUR/Monat + 10 EUR HD
- Sky Welt + Sky Sport: 32,90 EUR/Monat + 10 EUR HD
- Sky Welt + Sky Fußball Bundesliga: 32,90 EUR/Monat + 10 EUR HD
- Sky Welt + Sky Film + Sky Sport: 44,90 EUR/Monat + 5 EUR HD
- Sky Welt + Sky Film + Sky Fußball Bundesliga: 44,90 EUR/Monat + 5 EUR HD
- Sky Welt + Sky Sport + Sky Fußball Bundesliga: 44,90 EUR/Monat + 5 EUR HD
- Sky Welt + Sky Film + Sky Sport + Sky Fußball Bundesliga: 54,90 EUR/Monat + 5 EUR HD
Die Anzahl der verfügbaren HD-Sender für Kabelkunden hängt von der Netzkapazität des jeweiligen Kabelnetzbetreibers ab. Premiere/Sky gibt an, in der Regel würden mindestens Sky Sport HD und Discovery HD übertragen – hier muss man abwarten. Alle Kunden mit Satellitenempfang, die sich für Sky Welt plus mindestens ein weiteres Premium-Paket entscheiden, erhalten das Zusatzangebot Sky Welt Extra.
